Resistance - Fall of Men Review / Test
Das PS3 Line-Up beim Start konnte mich von Beginn weg kaum gross überzeugen. Als Fan von First-Person-Shootern setzte ich aber grosse Hoffnungen auf Resistance – Fall of Men. Ein klassischer Shooter, gut erzählt, mit High-Def Grafik und allem drum und dran? Nur her damit! Mittlerweile hat das Game tatsächlich seinen Weg in mein Blue-Ray Laufwerk gefunden und nach etlichen Stunden Spielzeit ist es reif für ein Review.
Es folgen ein paar Worte zur Hintergrundstory von Resistance. Ausgehend von Russland verbreitet sich ein aggressives Virus mit enormer Geschwindigkeit und rafft die Menschheit dahin. Im Gegensatz zu einer “normalen” Pandemie hat die Sache aber einen Haken: Infizierte Menschen sterben nicht einfach, sondern verwandeln sich in sogenannte Bestien. So lautet den auch der Name dieser schrecklichen Mutanten, die trotz ihres Aussehens mit Waffen und Technologie durchaus umzugehen wissen. Auch Europa wird innerhalb von Wochen überrollt – der Kontinent liegt bald in Schutt und Asche. Amerika hat sich komplett abgeschottet, doch mit dem Fall von England wird klar: Ohne Gegenangriff gibt es die Menschheit bald nicht mehr.
Mittendrin statt nur dabei
Die Story wird anhand von Zwischensequenzen erzählt, die einerseits in Spielegrafik gehalten
wurden, andererseits stark auf stimmungsvolle Schwarz-Weiss Bilder und Zeichnungen setzen. Erstmals ins Geschehen stürzt sich der Spieler als amerikanischer Soldat. Als Sergeant Nathan Hale stürzt man sich gleich mitten ins Kampfgetümmel. Klassischerweise wird die erste Mission des Games als Tutorial genutzt, wobei sich Resistance auf ein paar Einblendungen mit Kommandos und deren Aktion beschränkt. Erfahrene Spieler sollten damit aber kein Problem haben und sind froh, nicht noch ein langwieriges Tutorial absolvieren zu müssen.
Unser Draufgänger aus den US and A kommt aber leider auch nicht weit: Bereits nach ein paar Häuserblocks stürzen sich eine Horde von Käfern auf ihn und seine Kameraden. Normalerweise das Ende: Infizierte Menschen bleiben bewusstlos liegen und werden früher oder später als Bestie wieder auferstehen. Nicht so Hale: Aus unerklärlichen Gründen wacht er wieder auf. Zwar scheint er durchaus infiziert zu sein, seine menschlichen Züge aber behält er.
Einzelkämpfer
Fortan kämpft sich der Spieler als Nathan Hale durch zahlreiche Dörfer, Stadtteile, Labors und
Industrieareale. Die Entwickler haben sich Mühe gegeben und durchaus abwechslungsreiche Szenarien entworfen. Dies gilt auch für die Waffen: Ist man zuerst ein bisschen über das unrealistisch schnelle Nachladen verwundert, findet man sich mit der Zeit und steigender Waffenanzahl mit seinen Wummen zurecht. Hale ist übrigens ein echt starker Kerl, denn er trägt alles mit, was er findet: Waffen, Granaten, Bestienknarren, usw. Glücklicherweise ist es den Entwicklern gelungen, die Stärke der Flinten gut auszubalancieren: Auch in späteren Levels kann man sich mit dem Karabiner aus Level 1 gut zur Wehr setzen. A propos Levels: Klare Abgrenzungen zwischen den Missionen gibt es nicht. Gespeichert wird automatisch an Checkpoints, die relativ fair in den Spielsequenzen verteilt wurden. Hilfe erhält man ab und zu durch britische Soldaten, die jedoch vom Spieler nicht angesteuert oder kommandiert werden können. Es gilt: Wer auf seine Mannen achtet, hat vielleicht auch beim nächsten Angriff noch etwas Unterstützung. Wirklich klever sind die Jungs aber leider nicht – oft rennen sie einen mitten vor den Lauf oder stürzen sich auf eigene, gezündete Granaten.
News?
Nicht gerade stark waren die Entwickler beim Einbinden von neuen Ideen. Resistance – Fall of Men ist ein gelungener Shooter, der aber neue Ideen so gut wie ganz vermissen lässt.
Für Abwechslung ist zwar gesorgt, da man auch an stationären Geschützen Platz nehmen kann, ab und zu mal einen Jeep fährt (die Steuerung ist etwa ähnlich gut wie bei Call of Duty 3) und auch eine Bestien”fabrik” von innen bestaunen kann. Zudem ergeben sich durch die fortschreitende Mutation bei Hale immer mehr Vorteile, die er den Bestien gleich hat (etwa schnellere Regeneration nach Treffern – gab es aber auch bei Far Cry schon). Trotzdem hätten etwas mehr Ideen und Einfallsreichtum dem Spiel nicht geschadet. Resistance spielt sich genau gleich, wie sich Duke Nukem schon vor x Jahren gespielt hat – wenn auch auf einem gänzlich anderen Niveau was Erzähltechnik und Grafik anbelangt.
PS3, zeig was du kannst!
Nach dem Einlegen der Disc bin ich fast geplatzt vor Neugier – die PS3 sollte endlich mal zeigen, was sie bei einem starken Shooter zu leisten vermag. Das Resultat war (zumindest am Anfang)
etwas enttäuschend. Die Grafikqualtität kann sich durchaus sehen lassen, andere Games sind aber problemlos ebenbütig. So sieht Call of Duty 3 etwa vielerorts besser aus. Mit der Zeit und den etwas düsterer werdenden Örtlichkeiten entdeckt man dann aber immer interessantere Texturen, coole Nebeleffekte und schnelle Animationen. Trotzdem bewegen sich die Aliens irgendwie etwas abgehackt und bleiben nach Treffern oft in komischen Positionen liegen – Physikengine lässt grüssen. Soundmässig wird gute Kost geboten, wobei auch die Sprachausgabe gelungen ist. Hale selbst hält übrigens den Mund – erzählt wird von einer Dame, die im Rahmen einer Mission aus einer Bestienfabrik gerettet wird.
Fazit
Resistance – Fall of Men war für mich zu Beginn etwas enttäuschend. Mit der Zeit aber hat sich das gute alte “noch-eine-Mission-dann-höre-ich-auf”-Gefühl eingestellt – ein Garant dafür, dass die Story wirklich gut erzählt wird und das Spiel eine gewisse Klasse hat. Dass sonst kaum in einem Bereich wirkliche Fortschritte gemacht wurden (Stichworte KI, Gameplay, Grafik) ist zwar etwas enttäuschend, soll aber vom Endergebnis nicht ablenken. Resistance ist ein spannender Shooter, den sich PS3 Besitzer mit einem Flair für First-Person-Games unbedingt anschauen sollten. Die Intensität eines Gears of War (leider nur auf Xbox 360 erhältlich) wird aber trotzdem nicht erreicht. Schade, dürfte aber PS3 Besitzer auch nicht wirklich kratzen.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |

USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Multiplayer: 40 Spieler
Sprache: D, F, I
Preis: CHF 89.-
Off.Website: www.resistancefallofman.com












18. April, 2007 um 3:45 pm
ich habe gehört dass sich resistance auf der sp3 auf mit maus und tastatur spielen lässt. ist da was wahres dran?
24. April, 2007 um 12:33 pm
Du hast bei deinem Preview aber nen wesentlichen Teil des Spiels vernachlässigt, bzw komplett ausgelassen:den multiplayer modus.nur der hält einen langfristig bei der Stange,ei SP ist heutzutage doch nur noch schmückendes Beiwerk.Hoffe noch auf nen Nachtrag,ansonsten netter Preview.Ich seh Borat hats dir auch angetan
27. Mai, 2007 um 2:35 pm
Hi,
ich habe mir auch vor kurzem Rsistance bestellt und ist jetzt da.
Ich finde das geht voll nicht dieses Spiel mit dem Joystick zu spielen
Habe eine USB-Maus und auch angeschlossen.
Sie funktioniert allerdings nicht bei diesem Spiel.
Ich wäre auch interessiert darüber neuigkeiten zu erfahren.
Falls du was hörst meld dich bitte per Mail
MfG Matze
30. Mai, 2007 um 10:00 am
Hi Matze
Resistance unterstützt leider keine Maus/Tastatur Steuerung. Du wirst dich an den Controller gewöhnen müssen…
1. Juni, 2007 um 2:12 pm
SP nur schmückendes beiwerk? wie bitte?
ganz ehrlich gehn mir bei den meisten spielen diese ewigen multiplayer orgien so langsam aber sicher auf die nerven. man hat als casual gamer kaum eine chance länger als ein paar sekunden zu überleben.
das wahre multiplayer vergnügen stellt sich bei mir im kooperativen modus ein. was kann es tolleres geben, ale gemeinsam auf der gleichen seite mit einem freund spannende abenteuer zu bestehen?
22. Dezember, 2007 um 7:12 pm
Ich denke auch dass MP immer schwieriger und gehetzter wird. Während die Kiddies den ganzen Tag spielen, überleben die “normalen” Menschen keine 10 Sekunden, da gebe ich meinem Vorredner Recht. SP ist klasse und ebenfalls spannend, da ich dabei vom Spiel mehr sehen kann und die Geschwindigkeit vorgebe.
29. Dezember, 2007 um 2:52 pm
[...] Motor Storm (in der guten Zustand) Testbericht Resistance Fall of Men (in sehr guten Zustand) Testbericht Alle Spiele sind in einem Neuwertigen Zustand! __________________ Icq : 474-740-620 Ps3-Nick [...]
13. Januar, 2008 um 5:24 pm
[...] dem Titel Resistance 2 entwickelt Insomniac Games den Nachfolger zu Resistance: Fall of Men für die PS3. Der erste exklusive Shooter für die PS3 konnte vor knapp einem Jahr mit einer tollen [...]
2. März, 2008 um 6:06 pm
Resistance ist ein enzigartiger Ego-shoter und sehr interseant.Wen man online spielen kan und das auch regelmäsig tut wird man immer besser.Ich habe das spiel seit einem halben Jahr und ich schaffe das normale spiel im mittel modus mit leichtigkeit und ich bin erst 12.
19. Juni, 2008 um 12:40 pm
[...] beeindruckender Story und solidem Shooter-Gameplay hat Resistance: Fall of Men eine respektable Fangemeinde um sich sammeln können. Der Erfolg des Games lag mit Sicherheit auch [...]