Ridge Racer 7 Review / Test

Ridge Racer 7 ReviewMit Ridger Racer 7 begibt sich ein echter Klassiker an den Start von Sonys Next-Gen Konsole. Die Ridge Racer Serie konnte sich nämlich durch die Jahre den Ruf eines sehr guten Arcaderacers erarbeiten, weshalb wir auf die neuste Ausgabe besonders gespannt sind. In High Definition mit teuren Luxuskarossen qualmend durch enge Kurven driften? Aber bitte ja! Mehr zum Game gibt es in unserem Review nachzulesen.

Letztes Jahr haben sich die Entwickler von Bandai/Namco nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der erste Auftritt auf einer Next-Gen Konsole fand nämlich auf der Xbox 360 von Microsoft statt - für Sony Fans schon fast Blasphemie. Zudem trübten technische Fehler das Bild von Ridge Racer 6. Nach dem kurzen Ausflug in fremde Lande ist die Serie auf der PS3 wieder an ihrem Geburtsort angekommen und schickt sich an, unter den Fun-Racern das Zepter zu übernehmen.

Alles neu macht Ridge Rac… ach was
Das Spielprinzip der Ridge Racer Serie dürften bis hier hin wohl alle schon begriffen Ridge Racer 7 Reviewhaben. Viel komplizierter wird es nicht, denn egal ob man eine Karriere oder ein schnelles Rennen fährt, Rasen ist Pflicht. Veteranen werden sich freuen, denn Ur-Tracks und -wagen sind wieder mit dabei, wobei insgesamt 40 Fahrzeuge und 22 Strecken ins Spiel gepackt wurden.
Der Ridge State Grand Prix steht für den Hauptevent des Games mit diversen kleinen Turnieren, die man gewinnen muss. Dabei steht einen jedoch die Möglichkeit offen, sich bei den Herstellern einzuschleimen und neue Fahrzeuge und Features abzugreifen. A propos neue Features: Ridge Racer 7 wartet mit einem neuen Tuning-Teil auf, doch dazu später mehr.
Interessant sind die URFA Events, die jeweils etwas andere Ziele stecken: Zeitrennen, Gewinnen innerhalb von drei Runden, Starten als Letzter, etc. Spielerisch ändert sich jedoch kaum etwas.
Ridge Racer 7 erfreut actionverliebte Gamer denn auch mit dem typischen Driftmodell, dass Freunden des Realismus sauer aufstossen wird. Ein bisschen zu viel Temp in der Kurve und schon legt sich der Wagen quer, wobei das driften in RR so einfach ist wie normales Kurvenfahren.

Windschatten und Tuning
Die Ridge Racer Serie gehört, ähnlich der Sportserien von EA, zu einer ganz besonderen Gattung. Fast jährlich erscheint ein neuer Teil, wobei man sich als Fan jeweils die Ridge Racer 7 ReviewFrage stellen muss, ob die Neuanschaffung überhaupt Sinn macht. Was wurde verändert, angepasst, verbessert? Abgesehen von augenscheinlichen grafischen Änderungen verstecken sich die Neuerungen nämlich oft besser als ein Eichörnchen.
Bei RR7 wäre da einerseits die Windschatten-Anzeige. Sich hinter andere Wagen zu hängen ist ein uralter Trick, um weniger Windwiderstand zu verursachen und damit an Tempo zum Überholen zu gewinnen. Das gibt es nun auch bei Ridge Racer, wobei man eigentlich auch so merkt, wenn der Wagen beschleunigt.
Sinnvoller hingegen sind die Tuning-Features. Diesen Teil haben die Jungs von Bandai/Namco wirklich stark ausgebaut und ähnlich wie bei Need for Speed oder Juiced schlägt man sich jetzt mit neuen Motoren, Spoilern, Bodykits und Paintjobs herum. Die Auswahl ist nicht so umwerfend wie etwa bei Carbon, erfreut jedoch das Herz eines jeden Autofans. Abgesehen von zusätzlicher Motivation stellt sich jedoch ein bisschen die Sinnfrage: Wenn schon eingebaut, wieso dann nicht gleich richtig?

Next-Gen?
Unglaublich, aber wahr: Was schon RR6 zum Verhängnis wurde, trifft nun auch Teil 7 wieder: Grafisch haut einen das Spiel einfach nicht von den Socken. Während die Bolliden und Landschaften auf den Screenshots noch toll aussehen, wirkt die ganze Pracht im Spiel leblos und nicht sehr detailreich. Allgemein ist die Optik sehr klinisch, will heissen: Sauber, aber ohne Ridge Racer 7 ReviewDetailverliebtheit und Animationen. Da das Game die volle HD Auflösung von 1080p unterstützt, hätte man aus der Engine sicher noch etwas mehr Power rausholen können.
Der Sound bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau. Zwar tönen alle Wagen unterschiedlich, man hat jedoch oft das Gefühl, etwas Blechdosen-Sound habe sich unter die Effekte gemischt. Nicht überragend, aber auch weniger tragisch als in einem realistischen Racer. Musikalisch ertönen Sound aus den Bereichen Elektro, Techno oder Bigbeat aus den Boxen, passend zu den sehr speziellen Menüs. Die verursachen nämlich mehr als nur einen hilflosen Blick, besonders bei Anfängern.

13 fiese Raser … und du!
Ridge Racer 7 ReviewIm Mehrspielermodus lässt RR7 die Muskeln spielen. Bis zu 14 Gamer dürfen an einem Spiel teilnehmen, wobei der Rennablauf im Test meistens ruckel- und auch sonst einwandfrei ablief. Mit dabei: Statistiken, Chat, Teams, usw. Online macht das Rasen natürlich um so mehr Spass, denn Rempler und unfaire Manöver werden in Ridge Racer ja nicht bestraft.

Fazit
Irgendwie bin ich wohl der falsche Tester für dieses Spiel. Eigentlich ein absoluter Rennspiel-Fan, nervt mich das permanente Querstellen der Fahrzeuge in den Kurven - oft hat man das Gefühl, die Karren laufen auf Schienen. Ansonsten vermittelt Ridge Racer 7 ein tolles Fahrgefühl. Über die Strecken und Fahrzeuge darf man sich absolut nicht beklagen und auch grafisch gehen die teuren Autos in Ordnung. In Punkto Ausstattung scheint man sich bei Bandai/Namco zwar Gedanken gemacht zu haben, die Ausführung ist jedoch einmal mehr durchschnittlich: Tuning ja, aber bitte nicht zuviel.
Ridge Racer 7 macht Spass, vergibt aber eine wirklich gute Punktzahl durch kleine Fehlerchen, die sich fast in jedem Bereich eingeschlichen haben. Nostalgiker finden dafür ein Spiel, dass sich seit den Anfängen auf der PS1 kaum verändert hat. Ob das jetzt gut oder grottenschlecht ist, sei dahingestellt.

Ridge Racer 7
USK: keine Altersbeschränkung
PEGI: 3+
Multiplayer: 14 Spieler
Sprache: D, F, I
Preis: CHF 89.-
Off.Website: www.namcobandaigames.com

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