Heavenly Sword Review / Test

Heavenly Sword ReviewIm Moment sieht es noch nicht so prächtig aus mit exklusiven PS3 Titeln. Die meisten Games für die PS3 erscheinen gleichzeitig (oder noch schlimmer, früher!) mit der Xbox 360 Version. Eine lobenswerte Ausnahme macht Heavenly Sword, das bereits im Vorfeld der Veröffentlichung zahlreiche Lobeshymnen über sich ergehen lassen durfte. Das blutige Abenteuer rund um die rothaarige Nariko muss sich aber, wie jedes Spiel, zuerst im Review beweisen. Wir haben uns das himmlische Schwert gekrallt und sind losmarschiert. Mehr im Review!

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von euch noch an die Spielbuch-Serie Einsamer Wolf. Dort galt es in einem der ersten Romane ein magisches Schwert namens Sommerswerd zu finden und in die Dienste der guten Mächte zu stellen. Ähnliche Stories kennt man von Arthur und dem Schwert im Stein oder Herr der Ringe und dem zerstörerischen Ring. Heavenly Sword macht ein ähnliches Drama (und das ist jetzt nicht negativ gemeint) um eine Waffe, genauer: eben das Heavenly Sword. Eigentlich nicht für Menschenhand gedacht, ist es, zusammen mit der schönen Nariko, die letzte Chance im Kampf gegen den bösartigen Bohan. Zwar bedeutet die Benützung des Schwertes früher oder später den Tod, trotzdem gilt es, die magische Waffe gegen die Horden König Bohans zu verteidigen.

Kino hoch 2?
Und noch eine Assoziation: Mit Wing Commander 3 schockten die Programmierer von Origin Systems nicht nur jeden PC Heavenly Sword ReviewBesitzer (aufgrund massloser Hardware Anforderungen), nein, sie schufen auch einen der angeblich ersten “interaktiven” Filme. Obwohl hauptsächlich Game, präsentierte sich das Spiel auf eine cineastische Art und Weise, die man zuvor noch kaum gesehen hatte. Heavenly Sword bindet zwar keine Videosequenzen ein, arbeitet aber mit vielen Elementen des Films. Wilde Kameraschwenks, rasante Zwischensequenzen, genaue Charakterdarstellung. Alles in allem ein cineastisches Abenteuer, dass in Punkto Präsentation wirklich zu überzeugen vermag. Doch beginnen wir von vorne.
Gesteuert wird die Heldin Nariko aus der Third-Person-Perspektive. In sechs Kapiteln erarbeitet man sich mit Nariko nicht nur einen Ruf als hervorragende Schwertkämpferin, auch die Story wird nach und nach von allen Seiten beleuchtet. Das motiviert enorm, zumal durch gewisse Achievements (nicht im XBL Sinne ;)) neues Bonusmaterial frei geschaltet wird. Das Gameplay setzt sich vor allem aus Kampf zusammen: Ausgestattet mit dem besten Schwert ever, kämpft Nariko sowohl gegen einzelne, als auch gegen wahre Massen von feindlichen Truppen.

Aha, mitgedacht!
Preview-Autoren haben sich vor der Veröffentlichung über ziemlich wahllose Prügeleien à la Ninety Nine Nights beklagt. Heavenly Sword ReviewDie Entwickler haben sich die Kritik offenbar zu Herzen genommen, denn wildes Button-Hämmern bringt einen nicht mehr ans Ziel. Verschiedene Gegner verlangen verschiedene Taktiken, so dass man sich mit der kompletten Steuerung vertraut machen muss. Diese wird hauptsächlich durch die drei Funktionen der Waffe geprägt. Im normalen Kampfmodus teilt Nariko das Schwert in zwei Teile, arbeitet also mit zwei Klingen. Hält man aber L1 gedrückt, verwandeln sich die Schwerter in messerscharfe Klingen an Ketten, mit denen auf grössere Distanz viel Schaden angerichtet werden kann. R1 führt zum Gegenteil: Die Klingen werden zusammen geführt und formen eine langsameres, aber gewaltiges Schwert. Übrigens kennen auch die feindlichen Truppen diese Attacken, so dass man sich deren Angriffe (farblich angezeigt) jeweils anpassen muss, um zu blocken.
Ansonsten fällt auf, dass die Entwickler von Ninja Theory den Sixaxis Controller toll integriert haben. Nariko darf nämlich nicht nur mit den Schwertern ran, sondern nutzt auch Kanonen und eine Art Raketenwerfer. Nach dem Abschuss könnt ihr dann das Projektil durch Bewegen des Controllers ans Ziel führen.

Auch die Hirnzellen sind gefragt
Nebst den vielen Prügelsequenzen gibt es auch einige Szenen für die graue Hirnmasse. Sie beschränken sich jedoch auf ein paar Schalterrätsel, die einen nicht unbedingt ins Kobeln versetzen. Viel interessanter sind da schon Ausflüge mit Kai. Sie ist Narikos jüngere Schwester und kämpft nicht mit dem Schwert, sondern einer Armbrust und meistens aus der Deckung heraus. Auch zoomen Heavenly Sword Reviewkann sie, wobei die Geschosse (wie oben erwähnt) mit dem Sixaxis Controller nach dem Abschuss kontrollierbar sind.
Der Schwierigkeits grad ist allgemein gut ausbalanciert, wobei vor allem die Boss- und Endgegner wirklich harte Brocken sind. Sie passen sich der Taktik des Spielers an und wechseln dementsprechend oft ihre Angriffsmuster. Wer hier nicht aufpasst, beisst schnell ins Gras und darf den Abschnitt neu starten. Ninja Theory ist jedoch so freundlich gewesen, dem Game quasi einen Rettungsring zu spendieren, so dass nicht jedes Mal von vorne gestartet werden muss.

Wow - Geil!
Ungefähr so könnte man die Optik von Heavenly Sword beschreiben. Das Game ist unglaublich detailliert und bietet sagenhaft geschmeidige Animationen (Motion Heavenly Sword ReviewCapturing lässt grüssen). Wie schon erwähnt, ist die Präsentation allgemein sehr professionell und erinnert an eine drammaturgisch perfekte Kinoproduktion. Kurz: Grafik, Story und auch die musikalische Untermalung wirken wie aus einem Guss und gehören zum Besten, was die PS3 aktuell zu bieten hat.
Negatives gibt es hingegen kaum zu berichten. Zwar zeigen sich auch hier und da Clipping-Fehler (also wenn Objekte ineinander zu geraten scheinen), was aber bei gutem Hinsehen in fast jedem auf 3D Objekten basierenden Titel vorkommt. Also nicht weiter schlimm.

Fazit
Heavenly Sword ist ein tolles Spiel, dass zu recht bereits lange vor dem Erscheinen gefeiert wurde. Zwar gibt es durch aus Schatten; so ist die reine Gamedauer im einfachsten Schwierigkeitsgrad allerdhöchstens 10 Stunden, eher weniger. Das ist natürlich schade, besonders weil der Titel keinerlei Mehrspieleroptionen anbietet. In der kurzen Zeit wird man aber mit schnellem und abwechslungsreichen Gameplay, fantastischer Grafik und sauberer Akkustik belohnt. Wir empfehlen allen Liebhabern von Actionspielen, sich mit Heavenly Sword und Nariko ein Schwert und eine junge Dame ins Wohnzimmer zu holen, welche die heimische PS3 mal so richtig durchrocken.

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Heavenly Sword Review
USK: ab 16 Jahren
PEGI: 16+
Multiplayer: -
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 99.- / EUR 79.95
Off.Website: www.heavenlysword.eu

2 Kommentare zu “Heavenly Sword Review / Test”

  1. Neuer Stoff auf dem Playstation Network auf PS3Welt.com - Das inoffizielle Sony PS3 Magazin Sagt::

    [...] Wer heute noch nicht auf dem PSN war, sollte mal wieder online gehen und sich ein bisschen umschauen. Nebst zwei neuen Demos (zu Folklore und Sega Rally Revo) erwartet uns jede Menge Bonusmaterial zu anderen Games. Da wären Videos zu Heavenly Sword, Wallpapers zu Warhawk oder Trailer von Feel Ski, InFamous und Pro Evolution Soccer 2008. Da die Trailer wohl auch sonst im Internet herumschwirren, gehören die Demos zum Attraktivsten neuen Content. Schaut ma rein, ne! (via ps3updates). [...]

  2. Nachruf: Nariko (Heavenly Sword) auf PS3Welt.com - Das inoffizielle Sony PS3 Magazin Sagt::

    [...] Heavenly Sword war eines der ersten PS3 Exclusives und hat nicht nur tolle Wertungen erhalten, sondern sich auch ziemlich gut verkauft. Sowohl Medien als auch Gamer gingen deshalb davon aus, dass das Entwicklerteam Ninja Theory an einem Nachfolger arbeitet. Sony hat aber nie offiziell ein Nachfolgeabenteuer von sexy Nariko angekündigt. Ein Mitarbeiter der Softwareschmiede bestätigte jetzt, was alle Liebhaber von satter Action und rothaarigen Mädels befürchtet haben: Ninja Theory hat gar nie an einem Heavenly Sword 2 begonnen zu arbeiten. Man konzentriere sich auf einen anderen Multiplattformtitel und wisse nicht, was Sony mit der Franchise vor habe. Wie enttäuschend! Quasi als Nachruf gibts hier nochmals die besten Bilder der Kriegerprinzessin. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt… [...]

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